Chronik

Chronik

1884 – Der Ursprung der Kleingartenanlage „Bergfrieden Gößnitz“ e. V. liegt im Jahre 1884. Damals gründeten  Vertreter  der Gößnitzer Bürgerschaft den Verein für „Natur und Volksheilkunde“

1891 – Zur Generalversammlung am 19. August 1891 wurden die Kosten für Dampf und Wannenbäder festgelegt .Am gleichen Tag erfolgte die Besoldungsfestlegung des Bademeisters. Ein Dampfbad kostete für Mitglieder 0,90 Mark für Nichtmitglieder 1,25 Mark. Ein Wannenbad kostete für Mitglieder 0,25 Mark für Nichtmitglieder 0,40 Mark. Der Bademeister erhielt für eine festgestellte Stunde 0,20 Mark Sold.

1908 – Am 4. Oktober 1908 wurde die erste Satzung des Vereins niedergeschrieben, der Eintrag in das Vereinsregister Nr. 4 des Herzoglichen Amtsgerichts Abt. 3 erfolgte am 24. Mai 1909.

1909 – Unter dem Motto: „Arbeit, Müßigkeit und Ruh, schließt dem Arzt die Türe zu“ wurde schon zu dieser Zeit das Kleingartenwesen gefördert.
Im Juni 1909 kaufte der Verein das eingetragene Grundstück in Größe von 1h.28, 4 ar für den Kaufpreis von 6.000 Mark von der Stadtgemeinde Gößnitz.

1933 – Unter dem Motto „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ wurde die Satzung am 1.12.1933 geändert. Ein halbes Jahr später erhielt der Verein den Namen “Naturheilverein“, den er bis ins Jahr 1949 behielt.

1945 – Das Grundstück wurde gemäß SMAD Befehlen 124 / 126 vom 30. / 31. 10. 1945 konfisziert und in das Eigentum des Volkes eingebracht.

1949 – Auf Anordnung der Kreispolizei wurde der Verein in „Gartenverein Bergfrieden e. V. Gößnitz“ umbenannt.

1957 – 1957 erhielt der Verein, der damals dem Kreisverband Schmölln der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter angehörte das Grundstück zurück.

1989-1991 – In der „Wendezeit“ 1989 bis 1991 wurde der Verein ein weiteres  Mal enteignet und hat trotz Klage vor dem Verwaltungsgericht Gera das Grundstück nicht zurück erhalten. Leider konnte im Prozess nicht nachgewiesen werden, dass der Gartenverein „Bergfrieden e. V. Gößnitz“ der Rechtsnachfolger des enteigneten „Naturheilvereins“ ist .Somit wurde der Antrag auf Rücküberweisung des Eigentums abgelehnt. Trotzdem ist die Förderung des Kleingartenwesens  bis zum heutigen Tag unser dringlichstes Ziel geblieben und wird entsprechend des
Bundeskleingartengesetzes auch weiterhin unser Tun und Handeln bestimmen.  Was einst als Verein in dem man Dampf- und Wannenbäder nehmen konnte, begann, hat sich über die Jahre hinweg zu einem respektablen Kleingartenverein entwickelt.

Heute schaffen über 50 Gartenfreunde im Alter zwischen 23 und 83 Jahren in ihren Parzellen, um Obst und Gemüse für den Eigenbedarf anzubauen. Außerdem verfügt der Verein über eine eigene Gaststätte nebst Biergarten, einen Parkplatz und einen Kinderspielplatz.